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Stadt Königsbrunn  |  E-Mail: info@koenigsbrunn.de  |  Online: http://www.koenigsbrunn.de

955 – die Schlacht auf dem Lechfeld hat ein Zuhause.

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955 ist nicht irgendein Jahr. 955 wurde Geschichte geschrieben. Es war das Jahr in dem die  Schlacht auf dem Lechfeld ausgetragen wurde. Damit wurde diese zum Meilenstein der deutschen Geschichte – viele sprechen von der Geburtsstunde Deutschlands. Es war das Gefecht, bei dem Otto der Große im Jahr 955 die Ungarn besiegen und so seine Stellung und auch die Sicherheit des Landes wiederherstellen konnte.

Viele Diskussionen gab es um den tatsächlichen Schauplatz dieses Ereignisses von enormer Tragweite. Trotz intensiver Forschung konnte nicht eindeutig eine geografische Zuordnung erfolgen. Viele Historiker halten es für wahrscheinlich, dass sich bis zu 10.000 ungarische Soldaten auf den Weg in Richtung Lechfeld und damit in Richtung Augsburg gemacht haben. Wenn jeder dieser Reiter mehrere Pferde dabei hatte, um die Beute abzutransportieren, kann man erahnen, welche Breite und Länge eine solche Truppe gehabt haben musste. Dazu kommt noch die Verpflegung von Mensch und Tier.

Grossansicht in neuem Fenster: 955_2770Mit dem  „955 – Informations- und Präsentationspavillon“ wurde jetzt Anfang November ein Gebäude eröffnet, in dem eindrucksvoll und mit unendlicher Liebe zum Detail, die Schlacht auf dem Lechfeld in Dioramen dargestellt wird. So hat der Besucher die Möglichkeit, mittels Touchscreen, sich selbst durch die Dioramen führen zu lassen. So ist z.B. das Diorama 2 mit einer Tag- /Nachtsimulation ausgestattet. Ein Zeitstrahl und weitere Ausstellungselemente führen vertieft in die Thematik Lechfeldschlacht ein, geben aber auch Aufschluss  über die Arbeit des  Dioramenbauers  Martin Sauter und die Erstellung der Zinndioramen. Mit beiden Projekten wird zum ersten Mal überhaupt die Möglichkeit geschaffen, dem interessierten Besucher umfassend und verständlich die Hintergründe und den Verlauf der Schlacht auf dem Lechfeld zu erklären. Damit dies alles realisiert werden konnte, war ein Zusammenspiel von vielen Einrichtungen, Städten und motivierten Personen nötig.
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Gefördert wurde zum einen die „Schlacht auf dem Lechfeld – Regionaler Informations- und Präsentationspavillon“. Träger des Projektes ist die Stadt Königsbrunn. Dazu kommt die Förderung durch LEADER über die Regionalentwicklung Begegnungsland Lech-Wertach in Höhe von 727.000,00 €, durch eine weitere Förderung über den Erholungsgebieteverein Augsburg, kurz  EVA in Höhe von 100.000,00 €. Die Gesamtkosten liegen hier bei rund 2,2 Millionen Euro.
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Der Pavillon zeigt in der Stadt Königsbrunn erstmals die Bedeutung und die Folgen der Schlacht für die Region Augsburg, für Deutschland, Ungarn sowie die europäischen Nachbarn. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke der Friedensförderung.  Den Standort am Mercateum – dem größten begehbaren Globus der Welt - wählte man wegen seiner Eignung, denn er hat sich zu einem Königsbrunner Veranstaltungszentrum entwickelt. Hier fanden beispielsweise die Bayern-1-Sommerreise (24.000 Besucher) oder auch der Niklausmarkt statt. Der Infopavillon zur Lechfeldschlacht wertet den Platz zusätzlich auf. Die gute Erreichbarkeit aufgrund einer guten Verkehrsanbindung und Parkinfrastruktur waren ebenfalls wichtige Indikatoren bei der Standortwahl
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Das zweite LEADER-Kooperationsprojekt ist das „Lechfeldschlacht – Zinndiorama“
Hier ist der Projektträger das Wittelsbacher Land, Förderung als LEADER-Kooperationsprojekt mit Begegnungsland Lech-Wertach; Ko-Finanzierung über den Landkreis Augsburg, Landkreis Aichach Friedberg und die Stadt Augsburg.  Fördergegenstand sind drei Zinndioramen, sie zeigen verschiedene Szenen zur Schlacht auf dem Lechfeld. 13.000 Figuren – alle von Hand bemalt findet man in den drei Dioramen. 1: Überfall auf den Tross“, ca. 8m², 2: „Kampf um Augsburg“, ca. 15 m², 3 „Zerschlagung am Lech“, ca. 24m². Kosten: ca. 183.000,00 €; Förderung über LEADER: ca. 92.000,00 €. Die Umbauungen und die Präsentationstechnik wird zusätzlich finanziert von der Stadt Königsbrunn, Grossansicht in neuem Fenster: 955_2767der KSK Augsburg, der Bayerischen Sparkassenstiftung, der Bürgerstiftung Augsburger Land, der Regio Augsburg Tourismus GmbH, dem Landkreis Augsburg und dem Begegnungsland Lech-Wertach e.V.

Königsbrunns 1. Bürgermeister Franz Feigl stellte die VorteileGrossansicht in neuem Fenster: 955_2778 des Standortes, mit dem man unter anderem den Standortwettbewerb gewann, nochmal heraus. Eine hervorragende Verkehrsanbindung ist eine gute Grundlage für viele interessierte Besucher in die Region zu kommen. Mit dem Pavillon sind nun die besten Vorrausetzungen für Götz Beck -  Tourismusdirektor Regio-Augsburg - geschaffen, um sein Versprechen von einem Begegnungszentrum weiter zu verfolgen und in die Akquise zu gehen.

Auch der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, freute sich über die besondere Form der landkreisübergreifenden Zusammenarbeit. Denn er ist sich sicher, nur als Region wird man intensiv genug wahrgenommen. Deshalb hat er sich diesen Termin freigehalten. In der heutigen Zeit ist es sehr angenehm zu sehen, dass die Mischung zwischen heimatverbunden und weltoffen stimmt – das macht Bayern aus.

An Martin Sauter, den Vater der Dioramen, gerichtet, stellt Helmut Brunner noch fest, dass  Sauter die perfekte Wahl sei, denn als ehemaliger Kriminalhauptkommissar kenne er sich bestens mit Tatorten aus.

 

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jws (c) Wolfgang Staible

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