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| Das brandneue Plakat mit den Schulregeln wurde feierlich von Vertretern der Schüler, der Schule, der Schulleitung und des Elternbeirats unterschrieben. v.l. Dorothea Bräutigam Sonderpädagogin Brunnenschule, Schülersprecher Yakob, Ingrid Lanz, Peter Himmel, Andrea Distel |
"Kürzlich erst konnten die komplett sanierten Räume im Förderschulzentrum Brunnenschule der Lebenshilfe Augsburg von den Schülern neu bezogen werden, "freute sich Rektorin Ingrid Lanz." Doch nicht nur schöne, neue Räume sind die Basis einer guten Schule, sondern insbesondere auch das Innenleben dort, die gute Gemeinschaft untereinander ", fügte die Schulleiterin an und gab zu bedenken, dass hierfür bestimmte Regeln unerlässlich sind, die immer wieder neu verinnerlicht werden sollten.
Alle 29 Klassen der Brunnenschule erarbeiteten zu diesem Zweck kürzlich, im Rahmen einer einwöchigen Projektwoche, gemeinsam mit ihren Lehrern, neue Schulregeln. Diese sollen den täglichen Umgang klar definieren und dadurch auch erleichtern. " Mit Hilfe von Rollenspielen, Bastelarbeiten und Interviews wurden die Kinder und Jugendlichen mit er-höhtem geistigen Förderbedarf hierfür sensibilisiert," erläuterte Dorothea Bräutigam, Initiatorin der Projektwoche. Besonders auch die Konsequenzen, die ein Nichtbeachten der Regeln nach sich ziehe, wie zusätzliches Verhaltstraining oder gar eine polizeiliche Anzeige bei besonders grobem Verstoß, wurden eingehend besprochen. "Ein großes Plakat, auf dem die vier Grundregeln: ich passe auf Dich auf, ich passe auf mich auf, ich passe auf die Sachen auf, ich arbeite mit, abgedruckt sind, wird gerahmt im Eingangsbereich der Brunnenschule - zur besseren Erinnerung daran- demnächst auch aufgehängt weden," so Dorothea Bräutigam.
Zum feierlichen Abschluß der Projektwoche und Präsentation der Ergebnisse der einzelnen Gruppen - Grundschulstufe, Hauptschulstufe und Berufschulstufe kamen auch Vertreter der Kirchen. Mit Hilfe von Fotokollagen, Malereien, flotten Songs und Erzählungen demonstrierten die Schüler ihre Erfahrungen aus den Arbeitskreisen. Pfarrer Bernd Weidner, Dekan Volker Haug und Memet Saklamann sprachen Segenswünsche, zum Teil auch in türkischer Sprache für die neue Schule und deren Schüler und Lehrer aus. Gerne nahmen die Kirchenmänner in ihrer Rolle als Vertreter Gottes, im Gegenzug auch Schülerwünsche in großen Couverts - neben dem Wunsch nach einem friedvollen Miteinander in der Brunnenschule, wurde von den Entlassschülern ein guter Start in das Berufsleben erwünscht - entgegen.
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