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Mercateum - Museum zum Fern- und Seehandel

Im Inneren zeigt der auf historischer Kartografie beruhende größte Globus weltweit, eine Ausstellung, welche den Warenhandel nach Indien und in andere Länder Asiens, Afrikas, Mittel- und Südamerikas darstellt.

Das Mercateum ist offizielles Denkmal für die Handelsbeziehungen zwischen Schwaben und Franken auf der einen und Indien auf der anderen Seite.

Das Äußere

Der Globus trägt eine Weltkarte, die der spanische Kosmograph Diego Ribero 1529 vollendet hat. Sie diente Kaiser Karl V. für die Lösung der Molukkenfrage und war die erste komplette Welthandelskarte. Laut Eigenbeschreibung enthält sie »alles, was von der Welt entdeckt worden ist bis heute«. Die letzten von Spaniern gemachten Entdeckungen im Pazifik sind hierin bis zum Jahre 1521 vermerkt. Die Zahl der in der Karte namentlich bezeichneten Landmarken wird auf annähernd 3.000 geschätzt.

Die auf Pergament gezeichnete Portolankarte, die sich heute in den Vatikanischen Archiven befindet, wurde projektionsgetreu in eine Kugelgestalt umgerechnet und um das 260-fache vergrößert – ein Verfahren, das nur bei wenigen historischen Karten möglich ist und in dieser Größe zum ersten Mal unternommen wurde.

Das Innere

Im Inneren des Mercateums befindet sich die Ausstellung »Aus Indien und vom Ende der Welt«. Das Mercateum dokumentiert die Anfänge und die Blütezeit des Fernhandels über die »Straße nach Italien«. Die Straße führte im 16. Jahrhundert von Viborg in Dänemark über Erfurt, Nürnberg, Augsburg und Landsberg über den  Brennerpass. Von dort lief der Hauptverkehr nach Venedig, eine Abzweigung führte über Verona und Mailand nach Genua und die Pilgerroute nach Rom. Zwischen Augsburg und Landsberg war die aus der Via Claudia Augusta hervorgegangene »Straße nach Italien« im 16. Jahrhundert zwischen Augsburg und Landsberg die am stärksten frequentierte Verkehrsader Mitteleuropas. Die Augsburger Handelsdynastien der Fugger und Welser spielten eine zentrale Rolle bei diesem historischen Fernhandel.

Besondere Ausstellungsstücke sind Exportwaren die von der "Bon-Jesus" stammen, einem Handelsschiff von 1533, das 2008 vor der Küste Namibias entdeckt wurde. Ebenso erforscht wurde auch das Schicksal eines Schiffes der Fuggerflotte von 1525 (Ost-Pazifik) erforscht. Im Mercateum sind darüber hinaus  historische Karten ausgestellt, unter anderem eine Kopie der Tabula Peutingeriana und die erste Straßenkarte für Kaufleute aus dem Jahre 1501.

Mercateum

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Öffnungszeiten von Mai bis Oktober:
14:00-19:00 Uhr jeden Sonn- und Feiertag
11:00-19:00 Uhr an Marktsonntagen

Führungen:
Während der Öffnungszeiten um 14:30 Uhr und 16:30 Uhr

Sonderführungen für Besuchergruppen und Schulklassen:
Täglich, Termine nach Vereinbarung

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Weitere Informationen erhalten Sie auch im Kulturbüro:

Kulturbüro Königsbrunn

Marktplatz 9, 86343 Königsbrunn

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 8.00-12.30 Uhr
Di. und Do. 15.00-18.00 Uhr