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Die Königsbrunner Heide (Haide) – ein Juwel im Lebensraum Lechtal

Die Königsbrunner Heide ist einer der wenigen verbliebenen Pfeiler der „Florenbrücke Lechtal“. Hier haben zahlreiche Tiere und Pflanzenarten auf ihrer Wanderung, entlang dem Lech von Alpen zur Alb oder umgekehrt, „Rast“ gemacht und einen Lebensraum gefunden. Neben der eigentlichen Heide gehören zu diesem Lebensraumkomplex auch der lichte Schneeheide-Kiefernwald im Norden und die umliegenden Magerwiesen.

Naturfreunde, Spaziergänger, stille Genießer, Jogger, Inline-Skater, Radler, Mütter mit Kindern, Rentner, Berufstätige, Jugendliche und manchmal gar Wissenschaftler – ein buntes Völkchen tummelt sich hier und für jeden bietet das Umfeld der Königsbrunner Heide etwas. Auch wer nicht herkommt, hat etwas von der Heide. Der Kies auf dem die Königsbrunner Heide vor rund 300 Jahren entstand, birgt ein unverzichtbares Lebensmittel – hochwertigstes Trinkwasser!

Vehaltenstipps beim Besuch der Königsbrunner Heide

Bitte führen Sie ihren Hund an der Leine,
um einigen seltenen Tierarten ein ruhiges Sonnenbad zu ermöglichen! Im Wald sollten Sie ihren Hund ohnehin an der Leine lassen!

Mit Füßen getreten!
Jeder Trampelpfad ist als Lebens­raum verloren! Die ausgepflock­ten Wege zeigen die ganze Viel­falt der Heide. Bitte bleiben Sie auf diesen Wegen und lassen die Räder am Rand der Heide stehen!

Seiner Schätze beraubt!
Jeder der hierher kommt sieht lieber blühende Pflanzen als leere Löcher! Im Garten haben die „Hungerkünstler der Heide" keine Überlebenschance. Bitte graben Sie keine Pflanzen aus und pflücken Sie keine Blumen!

Leibgericht wolliger Rasenmäher!
Bitte nehmen Sie auch besondere Rücksicht, wenn durch Schilder die Anwesen­heit des Schäfers angekündigt wird und leinen Sie Hunde an. Nähern Sie sich nie der Herde, ohne mit dem Schäfer vorher Kontakt aufzunehmen. Sowohl die Hütehunde wie auch Mutterschafe können sonst unangenehm werden.

Das ganze Jahr ein Fest für die Sinne!

Januar / Februar:
Wer sich Zeit nimmt, kann auch in diesen Monaten Waldbewohner wie den Schwarzspecht beobachten.

März:
Leben regt sich, die Schneeheide leuchtet rosa, die ersten Küchenschellen klingen!

April:
Frühlingsenzianblau erfreut die Augen und die Luft duftet nach Heideröschen!

Mai:
Ein Kniefall ist erforderlich, damit sich die kleinen Schönheiten wirklich zeigen.

Juni:
Die Fülle überfordert Augen, Ohren und Nase fast: Sumpfgladiolen leuchten mit Ochsenauge, Alant und den weißen Sternchen der Ästigen Graslile um die Wette.

Juli:
Streifenwanzen schaukeln auf der Wilden Möhre im lauen Sommerwind, der Heidegrashüpfer lässt sein sirenenhaftes Schwirren hören, Schmetterlingen in allen Farben und Größen umwerben die reiche Blütenpracht.

August:
Berg- und Goldaster künden den nahenden Herbst an.

September:
Der Morgennebel funkelt in den Spinnweben der Wespenspinne, die Bewohner der Heide erwachen zu einem letzten Reigen.

Oktober:
Das Pfeifengras leuchtet golden am Rand der graubraunen Heide, langsam wird es ruhig.

November:
Reif verzaubert die Reste des letzten Sommers, eine andere Welt entsteht.

Dezember:
Der Eichelhäher ruft zum besinnlichen Winterspaziergang