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Der Stadtrundgang

Erste Spuren...

...hinterließen in der Jungsteinzeit, vor circa 5000 Jahren, Jäger und Sammler. Vor über 4000 Jahren besiedelten Wanderbauern das Lechfeld, was durch Grabfunde aus der Glockenbecher-Zeit (um 2300 v. Chr.) dokumentiert wird. Zur Attraktion der archäologischen Sammlung des Lechfeld-Museums zählt ein Hockergrab mit einem komplett erhaltenen Skelett und reichen Grabbeigaben. Spektakulär war 1917 der Fund des bis heute einzigen Steinkistengrabes in Süddeutschland aus der frühen Bronzezeit (2200 -1700 v. Chr.). Dieses Grab, das Tuffsteinplattengrab, ist im Städtischen Friedhof zu besichtigen. Aus der späten Hallstattzeit (500 - 400 v. Chr.) wurden bisher mehr als 50 Häuser eines Dorfes freigelegt.

Römische Kultstätte

Die römische Besiedlung Königsbrunns wird durch Ausgrabungen eines römischen Gutshofes (Villa Rustica) und dem herausragenden Fund des einzigartigen Mithras-Heiligtums, einer dem Gott Mithras geweihten Kultstätte, im Städtischen Friedhof nachgewiesen. Beide Funde sind von historischer Bedeutung. Auch die von den Römern 46 n. Chr. ausgebaute Via Claudia Augusta führte von der Adria bzw. vom Po kommend, direkt durch Königsbrunn nach Augsburg und weiter zur Donau. Die Trasse ist am Neuhaus noch gut zu erkennen und durch eine Hinweistafel und einen Meilenstein, der dem römischen Original nachgebildet ist, markiert.

Lechfeldschlacht bei Königsbrunn

Es ist wohl auch mehr als wahrscheinlich, dass die "Schlacht auf dem Lechfeld" (955 n. Chr.), in der König Otto I. die Ungarn besiegte, teilweise auf Königsbrunner Gebiet stattfand. In dieser auf großer Fläche geführten Reiterschlacht brachten die unter Otto vereinigten deutschen Heere den Ungarn eine vernichtende Niederlage bei, die für das ganze Abendland Bedeutung hatte. Anlässlich der 900-Jahrfeier der Lechfeldschlacht (1855) wurde der Grundstein zur katholischen St. Ulrichkirche (3) gelegt. Die im neugotischen Stil errichtete Kirche wurde 1858 geweiht. Das Deckengemälde von Ferdinand Wagner zeigt im Vordergrund den hl. Ulrich und im Hintergrund Motive der Schlacht. Der Brunnen vor der Kirche ist dem heiligen Ulrich gewidmet.

Wasser - Ursprung und Quell des Lebens

An der ehemaligen Hochstiftstraße, Augsburg-Lechfeld, ließ die Regierung unter König Ludwig I. im Jahre 1833 drei Brunnen graben. Sie dienten zur Versorgung der Fuhrleute und insbesondere der Wallfahrer in der menschenleeren Ödnis.

Zwei dieser Brunnen lagen auf Königsbrunner Flur. Einer davon ist noch erhalten und als Gedenkbrunnen gestaltet. Diese Brunnen erhielten von Reisenden und Bewohnern des Umlandes bald den Namen "Königsbrunnen". Sie begründen den Ursprung des Ortsnamens und waren Voraussetzung für die nachfolgende Besiedlung.

Das Wappen der Stadt Königsbrunn zeigt darum auf rotem Grund eine goldene Königskrone, die über einem aus dem unteren Schildrand aufwachsenden silbernen Ziehbrunnen schwebt.

3 Jahre nach der kath. St. Ulrich Kirche, 1858, wurde die ebenfalls im neugotischen Stil erbaute evangelische St. Johannes Kirche eingeweiht. Das Altargemälde stellt die Himmelfahrt Christi dar und wurde ebenfalls von dem berühmten Historienmaler Ferdinand Wagner geschaffen. Der Brunnen vor der Kirche ist dem Kirchenpatron Johannes dem Täufer gewidmet.

Königsbrunn - Perle an der "Via Claudia Augusta"

Aus der überwiegend bäuerlich geprägten Siedlung wurde bald das längste Straßendorf Bayerns an der ehemaligen Römerstraße Via Claudia Augusta. 1939 zählte der Ort rund 3.000 Einwohner. Bei der Stadterhebung 1967 war die junge, aufstrebende Gemeinde bereits auf rund 11.000 Einwohner angewachsen. Das Rathaus, ein reiner Zweckbau mit davor liegendem Sitzungssaal, wurde zur Stadterhebung 1967 erbaut. Den sehenswerten Königsbrunnen vor dem Rathaus, ziert eine Königinnenfigur, die von dem bekannten ukrainischen Bildhauer Gregor Kruk geschaffen wurde. Heute leben in Königsbrunn annähernd 30.000 Bürger. Ursache für den stetigen Aufstieg der Stadt sind die hervorragenden Lebensgrundlagen: ein harmonisches soziales Umfeld und eine hoch entwickelte Infrastruktur.

Kontakte über die Grenzen

Königsbrunn ist Patenstadt für die nach dem 2. Weltkrieg aus ihrer angestammten Heimatstadt Liebenau im Sudetenland vertriebenen deutschen Bürger. Daneben pflegt unsere Stadt seit 1996 eine lebendige Partnerschaft mit der kroatischen Stadt/Insel Rab. Das Patenschaftsgeschenk, ein historischer Anker ist vor dem Rathaus abgelegt. Geprägt wird die liebenswerte Stadt durch großzügig, mit viel Grün und integrierenden Parkanlagen, angelegte Wohngebiete für Ein- und Mehrfamilienhäuser von hoher Wohnqualität. Zu jedem Baugebiet gehören ansprechende und individuell gestaltete Spielplätze, wie z.B. der Wasserspielplatz.  Beispielhaft und vorzeigenswert sind auch die Angebote für ältere Mitbürger. Seniorenwohnanlagen, Betreutes Wohnen, Alten- und Pflegeheime sind voll in die Wohngebiete integriert.

Ein gut funktionierendes kirchliches Gemeindeleben in der stetig wachsenden Stadt, wird durch neue kirchliche Einrichtungen dokumentiert. Zwei katholische Kirchen, das ev. Martin Luther Haus und der Saal der landeskirchlichen Gemeinschaft wurden in die Baugebiete integriert. Die Kirche z. Göttlichen Vorsehung, ein moderner Sichtbeton Bau, wurde vom Schweizer Architekten Dr. Justus Dahinden geplant und 1971 geweiht. Die Kirche Maria unterm Kreuz geweiht 1993, ist ein moderner Achteckbau mit einem separat stehenden Glockenturm. Das Jugendzentrum "MATRIX" sowie das moderne Cineplex befinden sich in Mitten der Stadt und sind beliebte Treffpunkte der Jugendlichen. Die übermütig spielenden Schulkinder im Brunnen vor dem Kino versinnbildlichen die junge, aufstrebende Stadt.

Beispielhafte Schulstadt

Sieben Kindergärten, drei Grund-, zwei Haupt- und eine Realschule sowie ein Gymnasium, zeugen von einem hervorragenden Betreuungs- und Bildungsangebot. Dazu zählen auch eine berufsbildende Schule sowie hervorragend ausgestattete staatliche und private Behinderteneinrichtungen für die Förderung, Aus- und Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen, z.B. das Fritz Felsenstein Haus. Jede Schule verfügt über mindestens eine Turn- oder Doppelturnhalle, das Gymnasium zusätzlich ein Lehrschwimmbecken, die Staatliche Förderschule über ein Therapiebecken. Der schulische Sektor wird abgerundet durch eine städtische Sing- und Musikschule und eine Volkshochschule mit einem umfassenden Erwachsenenbildungsangebot.

Naherholung vor der Haustür

Der Ilsesee, ein sehenswerter, parkähnlich angelegter Badesee mit Wasserwachtstation, Liegewiesen, Spielflächen und Kiosk lädt nicht nur im Sommer zum Baden sondern ganzjährig zum Spazierengehen ein.
Darüber hinaus ist er bei Tauchern sehr beliebt, denen man hier hautnah bei ihren Vorbereitungen zuschauen kann. Segler und Surfer finden auf der Lechstaustufe 23 ein nahezu windsicheres Segel - und Surfrevier. Von der Dammkrone aus hat man einen guten Überblick über das bunte Treiben. Mit der Königsbrunner Heide haben wir darüber hinaus eines der schönsten Naturschutzgebiete im schwäbischen Raum geradezu vor der Haustür. Die Heide gilt u.a. als einer der größten Sumpfgladiolen-Standorte Europas. Naturliebhaber kommen im Naturschutzgebiet der Lechauen voll auf ihre Kosten.

Museen und Sehenswertes

Königsbrunn ist mit verschiedenen Museen gut ausgestattet. Wir haben folgende Museen: Archäologische Museum, Lechfeldmuseum und Naturmuseum. Auch sehenswert ist die 955 - Schlacht auf dem Lechfeld, das Mithraeum, das Römerbad, die Königsbrunner Heide, die Gregor Kruk Galerie, die Königsbrunner Brunnen und die Via-Claudia Augusta.

Kultur erleben

Kulturelle Highlights im Jahreslauf sind u.a. das Dreikönigskonzert am 06. Januar, die Gospelnight im Mai und das Fest der Kulturen.

Traditionelle Feste

Große Tradition hat die weit über die Grenzen Königsbrunns bekannte Gautsch. Ein Volksfest mit Bierzelt und Fahrgeschäften, das jedes Jahr Mitte Juni stattfindet. Aber auch der Königsbrunner Herbst, mit einem bunten Markt der Königsbrunner Vereine und den kulinarischen Kartoffelwochen, Mitte September sowie der Nikolausmarkt sind feste Ereignisse im Veranstaltungskalender.