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Giftköder auf dem städtischen Friedhof

Aus aktuellem Anlass weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass auf dem Königsbrunner Naturfriedhof an der Wertachstraße 1 keine eigenmächtige Schädlingsbekämpfung erlaubt ist.

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Vorsicht Giftköder Foto: W. Staible

Auf dem Königsbrunner Naturfriedhof wurde am Donnerstag, 14. März 2019 am Hauptweg ein verendetes Eichhörnchen mit blutigem Schaum vor der Schnauze entdeckt; keine 20 Meter entfernt fanden die Friedhofsmitarbeiter in einem Mülleimer eine leere Packung Ratten- und Mäuseköder-Paste. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass das Tier ausgelegtes Gift zu sich genommen hat. Kurz danach wurde auch eine tote Drossel gefunden und bei weiteren Tieren ein ungewöhnliches Verhalten beobachtet. Die Giftpaste war in Portionsbeuteln abgepackt. Die Recherche des Ordnungsamtes hat ergeben, dass die Verwendung dieses Produktes rechtlich gar nicht mehr zugelassen ist.

Gefundene Giftköder melden
Besucherinnen und Besucher des Friedhofs werden gebeten, auf ausgelegte Giftköder zu achten und einen Fund umgehend den Friedhofsmitarbeitern zu melden. Besonders auch bei Kindern, die mit ihrer Familie Gräber besuchen, ist Vorsicht geboten, dass sie mit den Giftködern nicht in Berührung kommen. Dies gilt zudem für Blindenhunde, die als einzige Tiere in den städtischen Friedhof mitgenommen werden dürfen.   

Schädlingsbefall von Gräbern: Meldung an das Ordnungsamt oder die Friedhofsverwaltung
Die Mitarbeiter dort kennen und beobachten die Wildtiere, die auf dem Friedhof leben, ganz genau. Sie finden immer wieder Spuren von Gift – wie zum Beispiel Schneckenkorn –, das gegen Schnecken, Ratten und andere Nagetiere ausgelegt wurde, aber natürlich auch von Vögeln oder Igeln aufgenommen wird, die dann ebenfalls qualvoll verenden.  

Wenn Angehörige an ihren Gräbern einen Schädlingsbefall feststellen, müssen das Friedhofspersonal, die Friedhofsverwaltung oder das Ordnungsamt informiert werden. Die Friedhofsverwaltung weist allerdings auch darauf hin, dass der Naturfriedhof von seinem Ansatz her so geplant und gestaltet ist, dass er auch für Tiere ein natürliches Umfeld bietet und sich damit dort alle Arten von Tieren wohlfühlen.  

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