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Gruselige, aber ungefährliche Gespinste in Königsbrunn

In ganz Deutschland sind derzeit wieder viele Bäume und Sträucher von großflächigen Schleiernetzen umwoben – auch in Königsbrunn. So gruselig diese sackartigen Gespinste aussehen, sie sind für den Menschen ungefährlich.

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Auch dieses Jahr sind wieder Bäume und Sträucher in Königsbrunn von gruselig anmutenden Netzen überzogen: das Werk der ungefährlichen Gespinstmotten. Foto: A. Maresch

Auch dieses Jahr lässt sich zurzeit wieder ein schauriges Naturphänomen in Königsbrunn beobachten: Viele Sträucher und Bäume sind von einem gruselig anmutenden weißen Netz umwoben. Dies ist aber nicht das Werk von Spinnen, sondern das von den Larven zweier Gespinstmottenarten. Je nach Gehölz handelt es sich dabei um den "Wollafter“ oder um die "Traubenkirschen-Gespinstmotte". Der "Wollafter" befällt vorzugsweise Linden, Weißdorn und Schlehen. Die "Traubenkirschen-Gespinstmotte" bevorzugt die Pflanze, die er in seinem Namen trägt. Hierbei handelt es sich um eine Wildkirschen-Art (keine Obstsorte).


Derzeit gehen bei der Stadtverwaltung vermehrt Anfragen zu diesen Gespinsten ein, die in den Bäumen in der Wertachstraße, in der Römerallee, in der Landsberger Straße sowie im Römerweg zu sehen sind. Deshalb das Wichtigste gleich vorweg: Auch wenn diese gruseligen Netze nicht allzu schön sind und es auch keine vorbeugenden Maßnahmen gibt, bei diesen Gespinstmottenarten besteht keine Gefahr für die menschliche Gesundheit! Die Bäume und Sträucher, die nach dem Raupenfraß kläglich aussehen, kompensieren übrigens den Schaden in der Regel sehr schnell. Dennoch sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes für Abhilfe: Sie verwenden keine Pestizide, sondern schneiden die Gespinste von den Bäumen und Sträuchern.

 

Und auch wichtig: Diese Raupenlarven haben nichts mit dem gesundheitsgefährdenden Eichenprozessionsspinner zu tun. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes kontrollieren derzeit die Eichen im Stadtgebiet verstärkt auf diesen gefährlichen Schädling. Wenn dort ein Nest entdeckt werden würde, wird umgehend eine Fachfirma mit der Entfernung beauftragt.

 

 

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