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Königsbrunn will "Fairtrade-Stadt" werden

Eine Stadt, die fairen Handel fördert und benachteiligte Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika gezielt unterstützt: Auch Königsbrunn will sich der weltweiten Kampagne "Fairtrade-Town" von Transfair anschließen. Wir informieren Sie über die dafür notwenigen Schritte.

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Sauberes Trinkwasser,  ausreichendes Essen, ein sicheres Zuhause, Bildung für die Kinder, Gesundheitsversorgung …: Was für uns selbstverständlich ist, fehlt in vielen Ländern unserer Erde – oft nicht zuletzt deswegen, weil die Menschen dort nicht genug Geld mit ihrer Arbeit verdienen. An dieser Stelle setzt die Aktion "Fairtrade-Towns" an: eine Kampagne, die sich für einen fairen Handel stark macht und Produzenten in wirtschaftlich benachteiligten Ländern gezielt unterstützt, sodass die dort lebenden Menschen einen gerechten Lohn für ihre Arbeit bekommen und ihr Leben aus eigener Kraft menschenwürdig gestalten können.

In Großbritannien im Jahr 2000 gestartet verbreitete sich die Kampagne rasant über den ganzen Globus. Inzwischen haben sich in 36 Ländern über 2.200 Städte und Gemeinden der internationalen Bewegung angeschlossen, die sich engagiert für einen fairen Handel einsetzen – und auch Königsbrunn möchte sich diesem Engagement anschließen und eine "Fairtrade-Stadt" werden.

 
Der Weg Königsbrunns zur Fairtrade-Stadt

Um den Titel "Fairtrade-Town" tragen zu dürfen, muss eine Stadt fünf Kriterien erfüllen: 

  1. Stadtratsbeschluss: ein Kriterium, das Königsbrunn bereits erfüllt hat! Ein gutes Zeichen, dass dieser Beschluss einstimmig gefallen ist. Außerdem werden bei allen Rats- und Ausschuss-Sitzungen und auch im Bereich des Bürgermeisterbüros nun ein Getränk – Kaffee, Tee oder Saft – und ein weiteres Produkt, wie beispielsweise  Kekse oder Chips, aus dem Fairtrade-Sortiment angeboten.
  2. Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe: Für Königsbrunn erfüllen derzeit Ursula Jung, 3. Bürgermeisterin und Mitglied des Stadtrats, Anita Krätschmer aus der Stadtverwaltung sowie Gerlinde Ostermeier vom Königsbrunner Weltladen als Gruppe dieses Kriterium. Eine Erweiterung dieses Kreises ist jederzeit möglich.
  3. Gesellschaft: Öffentliche Einrichtungen wie Vereine, Schulen und Kirchengemeinden setzen Informations- und Bildungsaktivitäten zu allen Aspekten des fairen Handels um.
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Königsbrunn wird zukünftig in regelmäßigen Abständen in allen uns zur Verfügung stehenden Medien über das Projekt berichten.
  5. Fair gehandelte Produkte müssen im Sortiment mehrerer Geschäfte und Gastronomiebetriebe vorhanden sein. In Königsbrunn bieten schon lange viele Geschäfte (Supermärkte, Discounter, Drogeriemärkte und der Königsbrunner Weltladen) fair gehandelte Produkte an und schaffen so die Möglichkeit, bewusst einzukaufen und damit einen Beitrag zu einer gerechteren Gesellschaft zu leisten. 


In den kommenden zwei Jahren werden wir nun all diese Aktivitäten dokumentieren und dann per Selbstauskunft zur Überprüfung einreichen – damit Königsbrunn den Titel "Fairtrade-Town" erhält.

 

 

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