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Abgesagt! Bücherfrühling: Autorenlesung mit Emma Braslavsky – "Die Nacht war bleich, die Lichter blinken"

  • Pausenhof des Gymnasiums, Alter Postweg 3
  • Freizeit
  • Literatur
Cover:Suhrkamp

Wegen der Corona-Pandemie sagt die Stadtbücherei die Kooperationsveranstaltung mit dem Gymnasium leider ab. Die Autorenlesung findet deshalb nicht statt.

Emma Braslavsky blickt einer Stadt ins Nachtherz und führt uns auf die dunkle Seite einer aufgekratzten Metropole. Der Roman der Autorin ist Großstadtmärchen und Kriminalgeschichte zugleich und erzählt witzig und rasant von der Radikalisierung des Individuums, von der schmalen Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben und von der Allmacht der Algorithmen.

Berlin, in einer nahen Zukunft. Die Stadt pulsiert dank der Hubot-Industrie: Robotik-Unternehmen stellen künstliche Partnerinnen und Partner her, die von realen Menschen nicht zu unterscheiden sin. Jede Art von Beziehungswunsch ist erfüllbar, uneingeschränktes privates Glück und die vollständige Abschaffung der Einsamkeit sind kurz davor, Wirklichkeit zu werden. Doch die Zahl der Selbsttötungen hat sich verzehnfacht. Denn die neuen Wesen beherrschen zwar die hohe Kunst der simulierten Liebe, können aber keine Verantwortung für jene übernehmen, mit denen sie zusammenleben. Immer mehr Menschen gehen an sozialer Entfremdung zugrunde. Deshalb kommt Roberta auf den Markt. Sie soll die Angehörigen der Suizidantinnen und Suizidanten ausfindig machen, um dem Sozialamt die Bestattungskosten zu ersparen. Versagt sie, wird sie in Einzelteile zerlegt und an die Haushaltsrobotik verscherbelt. Und nicht jeder ist am Erfolg ihrer Ermittlungen interessiert.

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