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Konzept Nahwärme – Studie und Ergebnisse

Königsbrunn wird sein Bebauungsgebiet erweitern! Die Stadt plant, süd-östlich der derzeitigen Wohnbebauung ein ca. 30 ha großes Areal als neues Wohngebiet auszuweisen. Im Vorfeld wurde deshalb eine Konzeptstudie in Auftrag gegeben, um die ökologisch und wirtschaftlich beste Lösung für das Wärmeversorgungssystem zu finden. Hier informieren wir Sie über die Details.

  • Logo: Bay. Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technik
  • Ergebnismatrix (Abb.: LUP Ingenieurgesellschaft mbH)
  • Übersicht nördl. Versorgungsgebiet (Abb.: LUP Ingenieurgesellschaft mbH)
  • Übersicht südl. Versorgungsgebiet( (Abb.: LUP Ingenieurgesellschaft mbH)

Konzeptstudie: Verschiedene Konzepte der Wärmeversorgung

Um die verschiedenen Möglichkeiten der Wärmeversorgungssystemen für das geplante neue Wohngebiet in Königsbrunn kennenzulernen und um diese wirtschaftlich und ökologisch beurteilen zu können, wurde im Jahr 2018 die Ingenieurgesellschaft LUP aus Augsburg beauftragt, eine Konzeptstudie zu erstellen. Dabei wurde die Planungsleistung des Büros zu 70 % vom Freistaat Bayern (Fördergeber: Bayerische Staatsminsterium für Wirtschaft, Energie und Technologie) gefördert.

Vergleich der verschiedenen Versorgungsvarianten

Die südöstliche Stadtranderweiterung ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Die in Auftrag gegebene Konzeptstudie betrachtete nur den ersten Bauabschnitt, der seinerseits in Nord- und Südteil unterteilt ist. Außerdem bezog die Studie die Anschlussmöglichkeiten der dort schon befindlichen kommunalen Liegenschaften (Betriebshof, FFW, Stadtwerke) an ein neues Versorgungskonzept mit ein. Des Weiteren wurde der Wärmebedarf und -verbrauch der neu entstehenden Bebauung (Wohnhäuser) mithilfe einer statistischen Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt. Das gesamte geplante Versorgungsgebiet umfasst 374 Gebäude, deren Wärmeverbrauch und -bedarf nach dem aktuellen EEWärmeG und der EnEV berechnet wurde. 

Ergebnis der Konzeptstudie

Die Ingenieurgesellschaft LUP verglich im Rahmen der Studie fünf Versorgungskonzepte: 

• Dezentrale Versorgung
   Variante A: Brennwertkessel mit thermischer Solaranlage pro Versorgungseinheit
   Variante B: Wärmepumpenanlage pro Versorgungseinheit

• Zentrale Versorgung
   Variante C: zentrales Blockheizkraftwerk mit Erdgas
   Variante D: zentrales Blockheizkraftwerk mit Bioerdgasanteil
   Variante E: zentraler Pelletkessel

Diese fünf Varianten wurden hinsichtlich der Kriterien der Wirtschaftlichkeit  (Investition, Brennstoffverbrauch, Betrieb), Primärenergiefaktor und den auftretenden Emissionen gepüft.

Das Ergebnis: Die zentrale Wärmeversorgung mit BHKW ist wirtschaftlich und in Bezug auf Emissionen die beste Lösung.

Nachfolgende Argumente sprechen für eine Nahwärmeversorgung des geplanten Neubaugebiets mit BHKW:

  • wirtschaftlichste Versorgungsvariante.
  • geringste Treibhausgas-Emissionen (CO2-Verminderung)
  • bester Primärenergiefaktor für den Hausbau
  • direkte Lieferung des fertigem Produkts (heißes Wasser) ins Haus 
  • keine Lärmbeeinträchtigungen
  • geringster Nutz- bzw. Wohnflächenverbrauch im Haus
  • sehr geringer Wartungsaufwand und damit sehr geringe Wartungskosten
  • keine jährliche Überprüfung durch Schornsteinfeger
  • niedrige Installations- bzw. Investitionskosten
  • zusätzlich Aufteilung der Investitionskosten auf mehrere Jahre (10 – 50 Jahre) 


Für eine anschauliche Darstellung der Ergebnismatrix: Öffnen Sie bitte einfach das nachfolgende PDF.

Ihre Ansprechpartner:

von Dunker, Harro

Marktplatz 7, 86343 Königsbrunn
08231/606-140
08231/606-28104
E-Mail senden

Lohmann, Werner

Maktplatz 7, 86343 Königsbrunn
08231/606-166
08231/606-28166
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