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Förderbescheid für das Forum Königsbrunn

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​​​​​​​Der Bayerische Bauminister Christian Bernreiter überreicht erste Förderrate mit 5,6 Mio. Euro.

"Sie gehen mit dem geplanten Forum Königsbrunn neue, außergewöhnliche Wege – innovativ und ressourcenschonend“: Als "Vorzeigeprojekt für nachhaltige Architektur“ würdigte Staatsminister Christian Bernreiter bei seinem Besuch in Königsbrunn am Freitag, 30. Januar 2026, das Forum, das neue Kulturzentrum mit Veranstaltungssaal, das bis 2030 gebaut werden soll. Die erste Förderrate von Bund und Freistaat Bayern für die "Umnutzung der ehemaligen Therme zum Forum Königsbrunn“ überreichte der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr mit einem symbolischen Scheck über 5,6 Mio. Euro an Ersten Bürgermeister Franz Feigl. Seine gute Nachricht: Von den rund 40 Mio. Euro Baukosten seien ca. 35,5 Mio. Euro mit 80 Prozent förderfähig. Erstmals in ganz Bayern greife hier die Innovationsklausel des Bundes, die bei besonders guter CO₂-Bilanz und innovativen Klimaschutzmaßnahmen solch eine hohe Förderrate ermögliche. Ca4 Mio. Euro kämen zudem noch als Förderung über die KfW-Förderbank hinzu.

Die Pläne für das neue Forum auf der Fläche und aus Gebäudeteilen der ehemaligen Therme zeigten – so Minister Christian Bernreiter –, wie in einem gesamtheitlichen Ansatz Material kreislaufgerecht und wirtschaftlich wiederverwendet werden könne. Das "multifunktionale Gebäude“ mit Veranstaltungssaal, Gastronomie und Kulturräumen stärke als dauerhafter Treffpunkt für die Bürger den Zusammenhalt im Ort

Eine Innovation im Umweltbereich

Extra aus Berlin war auch Ministerialrat Joachim Gerth als Vertreter der Bundesbauministerin zur Übergabe des Förderbescheids angereist: "Es war ein weiter, aber ein lohnender Weg!“ Denn das Königsbrunner Forum-Projekt steche auch im Berliner Bundesbauministerium als "besonderer Meilenstein, als große Innovation im Umweltbereich“ hervor: "Das hat die Innovationsklausel wirklich verdient.“ Das Projekt sei der Nachweis, dass der Staat handlungsfähig sei und Föderalismus funktioniere: "Die 40 Mio. Euro sind gut investiert – gebaut wird für die Bürger!“

Mit Blick auf das ressourcenschonende Bauen, das Wertstoffe sichere, sprach auch Thomas Steimle vom zuständigen Architekturbüro Steimle aus Stuttgart bei seiner Präsentation von einem "Perspektivwechsel“ und einer "Bauwende“.

Im Anschluss an die Bescheid-Übergabe im Infopavillon 955 – musikalisch vom Blasorchester Königsbrunn umrahmt – trug sich Minister Bernreiter in das Goldene Buch der Stadt ein.

Bitte beachten Sie folgenden Nachtrag: 
Über das weitere Vorgehen beim Forum Königsbrunn, das bis 2030 gebaut sein soll, hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag, 10. Februar 2026, entschieden. Mit 20 Ja- und 8 Nein-Stimmen wurde die vorgestellte Entwurfsplanung mit Kostenberechnung verabschiedet. 
Dieser Link führt Sie auf das Ratsinfosystem unserer Website, wo Sie die Unterlagen zu dieser Sitzung finden.

Das Forum Königsbrunn

Auf der Fläche und aus Gebäudeteilen der ehemaligen Therme soll bis 2030 das Forum Königsbrunn entstehen. In dem neuen Zentrum für Kultur und Begegnung, das als wesentlicher Baustein der Zentrumsentwicklung „Vision Zentrum 2030“ gilt, finden folgende Einrichtungen ihren Platz:

  • Veranstaltungssaal (bei erweiterter Reihenbestuhlung bis zu 690 Sitzplätze)
  • Gastronomie
  • Kulturbüro
  • FSK-Verwaltung
  • städtische Museen (Lechfeldmuseum, Naturmuseum, Archäologisches Museum)
  • Stadtbücherei
  • städtische Sing- und Musikschule
  • Stadtarchiv
  • Bayerisches Rotes Kreuz

Der Vorplatz, der – zum Beispiel mit Wasserspielen – in die Gestaltung mit aufgenommen wird, soll ebenfalls für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen und für Feste und Veranstaltungen genutzt werden.

Die Lage des Gebäudes – direkt an der Haltestelle "Königsbrunn Zentrum“ und in der Nähe zur Pharmpur EISARENA, zur Jugendfreizeitstätte MatriX, zum Infopavillon 955 und zur Gymnasium-Turnhalle – ermöglicht zusätzliche private, städtische, regionale und überregionale Nutzungen.

Im Rahmen der Stadtentwicklung sind dann Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung in den Räumlichkeiten im Zentrum der Stadt geplant, die durch den Auszug der städtischen Abteilungen und Einrichtungen frei werden. 

Das neue Forum, das teilweise in Gebäuderesten der ehemaligen Therme entsteht und an die Pharmpur EISARENA anschließt, erfüllt den Energiestandard Effizienzhaus 40:

  • Dreifach-Verglasung und gedämmte Gebäudehülle
  • Batteriespeicher
  • Dach- und Fassadenbegrünung (Mikroklimata, Regenwasserrückhaltung)
  • Photovoltaik an Dach und Fassade
  • Stromgewinnung für die Wärmeversorgung durch Wärmepumpen
  • Abwärmenutzung der Kältemaschine der Pharmpur EISARENA
  • Energieeffiziente Beleuchtung

Im Vordergrund stehen die Reduktion von CO2-Emissionen, die Schonung natürlicher Ressourcen, die Vermeidung von Abfällen sowie die Wiederverwendbarkeit. Unter dem Stichwort "Zirkuläres Bauen“ werden Materialien aus Abrissgebäuden genutzt (Alter Pfarrhof, Grundschule Nord, Gartencenter Dehner):

  • Wand- und Bodenfliesen
  • Türen
  • Treppenstufen
  • Holztragwerk
  • Fenster
  • Sanitäreinrichtungen

Die rückbaubaren Konstruktionen des neuen Forums ermöglichen auch dort eine spätere Weiternutzung.

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