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Fugenfertigstellung: Einbahnregelung im Zentrum

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Am 20. April 2026 beginnen die geplanten Arbeiten zur Fugenfertigstellung.

Wie mehrfach angekündigt, steht nun seit 20. April 2026 über einen Zeitraum von ca. sechs Wochen im zentralen Bereich die Fugenfertigstellung an.

  • Bei der Fugenfertigstellung handelt es sich um geplante Arbeiten in der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße

Die Einmündungen Marktstraße und die Zufahrt zur Haltestelle "Königsbrunn Zentrum“ werden voll gesperrt.

Einbahnstraßenregelung und Umleitung 

Fahrtrichtung von Nord nach Süd

Zwischen Marktstraße und Gartenstraße / St.-Johannes-Straße wird eine Einbahnregelung eingerichtet.

  • Bauabschnitt 1: Es wird auf der Ostseite gebaut, auf der Westseite gefahren.
  • Bauabschnitt 2: Es wird auf der Westseite gebaut, auf der Ostseite gefahren.

Fahrtrichtung von Süd nach Nord

Die Gegenrichtung wird umgeleitet über Gartenstraße, Wertachstraße und Königsallee.

Umleitungen

  • Die Umleitungen sind ausgeschildert.
  • In einzelnen Bereichen werden Halteverbotsschilder aufgestellt, damit der umgeleitete Verkehr zügig fahren kann.

Vollgebundene Pflasterbauweise

Die "Neue Mitte“ Königsbrunns wurde in der sogenannten "vollgebundenen Pflasterbauweise“ erstellt:

  • Die Pflastersteine wurden auf einem Mörtelbett verlegt und die Fugen zwischen den Steinen ebenfalls mit Mörtel vergossen.
  • Die Steine sind damit von unten sowie von den Seiten "voll gebunden“.
  • Damit entstehen Pflasterflächen, die der hohen Verkehrsbelastung einer städtischen Hauptstraße gewachsen sind.

Allerdings geht die Flexibilität verloren, die eine herkömmlich gepflasterte Fläche bietet: Da die Steine mit dem Mörtel fest verbunden sind, sind Bewegungen zwischen den einzelnen Steinen unterbunden.

Rissbildung

Über das Jahr hinweg kommt es aufgrund von Temperaturunterschieden immer zu Längenänderungen der Materialien.

  • Bei Wärme dehnen sich die Bauteile aus. Wird es dann wieder kälter, ziehen sie sich zusammen.

Werden diese temperaturbedingten Längenänderungen verhindert – was in einer vollgebundenen Pflasterfläche der Fall ist –, kommt es zu Spannungen in der Pflasterfläche: Es können sich Risse bilden.

Um die Längenänderungen abzufangen und die Rissbildung zu minimieren, wurden im neuen Königsbrunner Zentrum Dehnungsfugen eingebaut.

  • Das heißt, etwa alle sieben Meter wurden die Fugen nicht mit Mörtel, sondern mit elastischen Materialien geschlossen und abgedichtet.

So sind kleinere Pflasterflächen von maximal ca. 7 m x 7 m entstanden, bei denen die temperaturbedingten Längenänderungen so gering sind, dass die daraus resultierenden Spannungen vom Pflaster ohne Rissbildung aufgenommen werden können.

Allerdings ist es trotz dieser Maßnahmen nicht möglich, in vollgebundenen Pflasterflächen Risse vollständig zu verhindern, da auch andere Faktoren wie zum Beispiel die Geometrie der Einzelflächen eine Rolle spielen.

  • Die Zahl der Dehnungsfugen zu erhöhen, macht keinen Sinn, denn sie müssen zusätzlich gewartet werden.

Daher ist es aktueller Stand der Technik, die Flächen, die in der vollgebundenen Pflasterbauweise erstellt wurden, im Nachgang auf Risse zu überprüfen, diese nachzuschneiden und mit einer dauerelastischen Fugenmasse abzudichten – diese Arbeiten stehen nun an!

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