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Mikrozensus 2026: 130.000 Bürgerinnen und Bürger werden befragt

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Erhebung wichtiger Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung

Jedes Jahr (von Januar bis Dezember) wird in Bayern – wie im gesamten Bundesgebiet – der Mikrozensus im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Statistik durchgeführt.

Diese Haushaltsbefragung ermittelt Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung. Bundesweit nimmt ein Prozent der Bevölkerung an der Befragung teil. Bezogen auf Bayern bedeutet dies: Rund 130.000 Personen in etwa 65.000 Haushalten geben stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Auskunft zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen. Damit tragen sie dazu bei, die wirtschaftliche und soziale Lage der Haushalte zu verstehen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.


Wichtige Bedeutung des Mikrozensus'
Nur durch verlässliche, qualitativ hochwertige Daten können politische Entscheidungen zum Beispiel zur Bekämpfung von Armut, zur Förderung von Kinderbetreuung oder zur Unterstützung von Rentnerinnen und Rentnern faktenbasiert und zielgerichtet getroffen werden. 


Wer muss teilnehmen? Wie läuft die Mikrozensus-Erhebung ab?

  • Die Auswahl der zu befragenden Haushalte erfolgt nach einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren, das zunächst Gebäude- bzw. Gebäudeteile für die Teilnahme am Mikrozensus auswählt.
     
  • Befragt werden die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gebäude.
     
  • Ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte konkretisieren dazu die Stichprobe über die Klingelschilder. Dabei können sie sich als Erhebungsbeauftragte des Bayerischen Landesamts für Statistik ausweisen.
     
  • Anschließend werden die ausgewählten Haushalte vom Bayerischen Landesamt für Statistik schriftlich zur Teilnahme am Mikrozensus aufgefordert. Mit diesem Schreiben werden sie ausführlich über die Erhebung informiert.
     
  • Es besteht nach dem Mikrozensus-Gesetz Auskunftspflicht. Dabei unterliegen die Einzelangaben der Befragten einer strengen Geheimhaltung, die keine Rückschlüsse auf die Daten einzelner Personen zulässt.
     
  • Die Befragung erfolgt als Telefon-Interview oder Online-Befragung. Für die Telefon-Interviews sind bayernweit etwa 130 Erhebungsbeauftragte im Einsatz, die dafür sorgfältig ausgewählt und geschult wurden.
     
  • Ausführliche Informationen zum Mikrozensus finden Sie auf der Website des Bayerischen Landesamts für Statistik.

 

Was unterscheidet den "Mikrozensus" vom "Zensus"?

Die Begriffe "Zensus" und "Mikrozensus" sorgen immer wieder für Verwechslung. Auskunftspflicht besteht zwar für beide Erhebungen, aber sie sind voneinander unabhängig und unterscheiden sich in wesentlichen Punkten

  • Der Zensus ist die größte amtliche Statistik Deutschlands und findet als eine Art Großinventur der Gesellschaft alle zehn Jahre statt. Diese Erhebung dient der Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl. In der Personenbefragung des Zensus 2022 wurden ca. 13 Prozent der Bevölkerung zu demografischen Merkmalen befragt. Zusätzlich wurden in der Gebäude- und Wohnungszählung als Vollerhebung Merkmale wie Wohnfläche, Heizungsart, Ausstattung und Kaltmiete für alle Wohngebäude und Wohnungen in Bayern erhoben.
     
  • Der Mikrozensus findet im Unterschied zum Zensus jährlich statt. Mit einem Prozent der Bevölkerung werden deutlich weniger Personen befragt. Im Mittelpunkt stehen hier Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung sowie deren Entwicklung.

 

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