Bayernweiter Probealarm am Donnerstag, 12. März 2026 ...

... um 11:00 Uhr auch in Königsbrunn!
Überprüfen der Katastrophenschutz-Warnkanäle
In ganz Bayern werden am Donnerstag, 12. März 2026, um 11:00 Uhr verschiedene Warnsystem für den Bevölkerungsschutz getestet – auch in Königsbrunn. Der Katastrophenschutz überprüft seine Systeme daraufhin, ob sie einwandfrei funktionieren, und um sie aufeinander abzustimmen. Deshalb werden die rund 180 Katastrophenschutz-Sirenen des Landkreises laufen. Die weiteren rund 80 Sirenen, die bislang nur zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt und jeden ersten Samstag im Monat getestet werden, sind an diesem Tag nicht in Aktion.
Warum wird dieser Probealarm durchgeführt? Wie klingen Katastrophenschutz-Sirenen?
Im Ernstfall ist eine flächendeckende Alarmierung der Bevölkerung notwendig, damit sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Deshalb ertönt etwa eine Minute lang ein andauernd auf- und abschwellender Heulton bei schwerwiegenden Gefahren – beispielsweise bei drohenden Hochwasserereignissen, bei einem Großbrand, bei Trinkwasserverunreinigung oder bei einem Gefahrgutunfall mit freigesetzten Schadstoffen. Das Sirenenheulen soll die Bevölkerung warnen und dazu veranlassen, die Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Lautsprecherdurchsagen zu achten, die alle wichtigen Informationen und Handlungsanweisungen vermitteln, sowie gegebenenfalls auch andere Personen, die sich nicht selbst helfen können, nach Möglichkeit zu unterstützen. Damit dies im Ernstfall gewährleistet ist, dient der Probealarm neben dem Überprüfen des Warnsystems also auch dazu, die Bevölkerung auf die Wichtigkeit und Bedeutung des Heultones zu sensibilisieren, damit sie im Ernstfall richtig handelt.
Mobile Lautsprecher, NINA, Cell Broadcast: Zusätzliche Warnmöglichkeiten und deren Funktionstest
- Zusätzlich zu den Sirenen gibt es im Landkreis Augsburg 21 schnell einsetzbare Mobile Lautsprechanlagen (sogenannte MOBELAs), die Durchsagen ermöglichen und auch als mobile Sirenen fungieren können. Diese Lautsprechanlagen sind bei mehreren Feuerwehren stationiert – auch in Königsbrunn – und können schnell auf Fahrzeugen der Feuerwehr befestigt werden. Auf diese Weise kann die Bevölkerung zeitnah gewarnt werden. Für bestimmte Ereignisse sind bereits Fahrtrouten vordefiniert, sodass ein möglichst schneller und effektiver Einsatz stattfinden kann. Am 12. März 2026 wird auch die Funktionsfähigkeit einiger MOBELAs überprüft.
- Eine weitere Warnmöglichkeit zu einer Gefahrenlage ist beispielsweise die kostenfreie Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA, deren einwandfreies Funktionieren ebenfalls am 12. März 2026 getestet wird. Die App lässt sich kostenlos im Google Play Store (Android-Geräte) und im App Store (iOS-betriebene Geräte) downloaden. Wer NINA installiert hat, wird durch eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone über Gefahren informiert und erhält konkrete Verhaltenshinweise für den Selbstschutz.
- An diesem Warntag wird auch das Warnsystem "Cell Broadcast" getestet. Dabei werden Kurznachrichten mit Gefahrenhinweisen an Mobiltelefone verschickt, die in dem jeweiligen Gefahrenbereich eingebucht und angeschaltet sind. Die Nachricht wird im Auftrag der Katastrophenschutzbehörden von den Mobilfunkanbietern in die einzelnen Empfangszellen gesendet und ist für die Empfangenden kostenfrei.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert detailliert unter diesem Link zu "Cell Broadcast".
Bitte beachten Sie:
Dieses Jahr wird erstmalige zudem eine Entwarnung über die Sirenen geprobt, wobei der Sirenen-Entwarnung-Ton ggf. nicht überall zu hören sein wird, da verschiedene Sirenen hierzu erst sukzessiv technisch nachgerüstet werden. Auch die Warn-App NINA gibt eine Entwarnung.
Warnung und Vorsorge für den Ernstfall
- Auf seiner Website gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen Überblick über die verschiedenen Warnkanäle und die richtigen Verhaltensweisen vor, während und nach einer Notsituation.
- Über das richtiges Verhalten im Not- und Katastrophenfall informiert der vom Landratsamt Augsburg herausgegebene "Kleine Ratgeber für den Not- und Katastrophenfall": Hier steht er zum Downloaden zur Verfügung.